Prism Pattern
Blog | 23.03.2018

Ein Framework für den RPA-Erfolg: Erkenntnisse aus einer Blue Prism-Masterclass

Autor Vartul Mittal
Lesedauer: 6:06
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Können wir das auf Blue Prism umstellen? Ja, bald werden viele Menschen das so vertraut formulieren, statt davon zu sprechen, dass sie die Digital Workforce von Blue Prism nutzen möchten, um Robotic Process Automation (RPA) zur Automatisierung eines Prozesses einzusetzen.

In unserer schnelllebigen digitalen Welt ist es erfolgsentscheidend, schnell auf Marktchancen zu reagieren und immer wieder begeisternde Kundenerlebnisse zu bieten. Viele Unternehmen arbeiten jedoch noch mit komplexen Geschäftsprozessen und älteren Betriebsabläufen, die sie verlangsamen.

RPA ist die Anwendung einer Technologie, die Unternehmen eine Digital Workforce zur Verfügung stellt, die regelbasierte Geschäftsprozesse ausführt und mit den Unternehmenssystemen genauso interagiert wie vorhandene menschliche Mitarbeiter.

Ich begann meinen Weg mit RPA im Jahr 2012 mit meinem ersten Projekt bei einer globalen Bank. Dort stellte ich RPA erfolgreich bereit, um manuelle Prozesse in verschiedenen Kundenverkehrs- und Backend-Abläufen der Bank zu automatisieren.

Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, an einer Masterclass zu Blue Prism ROM® teilzunehmen: „Skalierung der RPA“ am Donnerstag, dem 1. März 2018. Die Veranstaltung fiel mit einem wichtigen Fest zusammen, das in ganz Indien mit Freude gefeiert wird (Holi, dem Fest der Farben). Die Veranstaltung im JW Marriot Hotel, Bangalore, war mit mehr als 130 Teilnehmern ausgebucht.

Die Veranstaltung begann mit Eröffnungsreden und einem Willkommensgruß von Neeraj Gakhar, VP Global Strategic Partnerships und Head of Sales von Blue Prism in Indien. Neeraj entschuldigte sich dafür, dass über 250 Personen auf der Warteliste die Masterclass nicht besuchen konnten. An dieser Veranstaltung nahmen 145 Personen teil.

Blue Prism Rom Master Class India 2

Neben Neeraj von Blue Prism nahmen an der Veranstaltung Neil Wright, Executive Vice President, Professional Services; Richard Hilditch, Chief Robotic Operating Model (ROM) Architect®; Bindi Basan, Head of Professional Services, APAC, und Shail Khiyara, Chief Marketing Officer und Experience Officer, Blue Prism® teil.

Nach Neerajs Sitzung war der erste Redner Neil Wright, der erwähnte, dass Blue Prism nicht nur der „Erfinder“ von ROM® ist, sondern auch ein Unternehmen, das mehrere Projekte mit jeweils über 1000 Software-Robotern durchgeführt hat.

Blue Prism wurde 2001 von Alastair Bathgate und David Moss gegründet und ist seitdem Pionier der Robotic Process Automation (RPA).

Basierend auf mehr als 10 Jahren Kundenerfahrung hat Blue Prism bereits in zahlreichen Regionen und Branchen RPA der Enterprise-Klasse bereitgestellt. Das Unternehmen wird nicht nur als „Erfinder“ von RPA, sondern auch als Marktführer anerkannt.

Das Produkt wird kontinuierlich anhand der neuesten Erkenntnisse weiterentwickelt, sodass es weltweit den Standard für die Einführung von RPA in großem Maßstab darstellt.

Blue Prism verfügt über ein starkes Partnernetzwerk und bietet ein benutzerfreundliches Schulungsprogramm.

Die Digital Workforce von Blue Prism – die den Geschäftsabteilungen untersteht, aber mit IT-Governance und -Sicherheit implementiert wird – ermöglicht es den Mitarbeitern, sich auf höherwertige Arbeit zu konzentrieren, während autonome, multifunktionale Software-Roboter unermüdlich und fehlerfrei regelbasierte Verwaltungstransaktionen durchführen.

Die Blue Prism-Technologie eliminiert kostspielige und manuelle Verarbeitungsschritte und zeitaufwendige Integrationen durch Bereitstellung einer skalierbaren, korrekt arbeitenden und sicheren Digital Workforce.

Roboterbasiertes Betriebsmodell (ROM®) von Blue Prism – Architektur und Planung

Warum ROM®?

Um geschäftliche Vorteile im gesamten Unternehmen zu erzielen und zu maximieren. ROM® ist ein Framework und Betriebsmodell mit der Vision, eine Digital Workforce in Unternehmen zu schaffen.

ROM® – Umsetzung der Automatisierung

  • Identifizierung, Quantifizierung und Priorisierung von Prozessen, die automatisiert werden sollen
  • Betriebsteam, das seine Prozesse mithilfe von Softwareentwicklungsmethoden selbst konfiguriert
  • Einführung von Prozessen in die Produktion zu einem frühen Zeitpunkt im Bereitstellungszyklus
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung (nicht einmal installieren und dann nur noch ausführen)

ROM® – wichtigste Herausforderungen

  • Heute kennen die meisten ihre Prozesse nicht besonders gut, allerdings glauben sie, dass sie sie kennen.
  • Die Testumgebung unterscheidet sich deutlich von der Produktionsumgebung.

Ein operativ geführtes CoE umfasst die von der IT unterstützte Unternehmensinfrastruktur und konzentriert sich auf folgende Punkte:

  1. Vision
  2. Organisationsgestaltung
  3. Governance und Pipeline
  4. Bereitstellungsmethode
  5. Servicemodell
  6. Mitarbeiter
  7. Technologien

RPA-Reifegradmodell

Um den Geschäftsnutzen von RPA zu maximieren, muss die Akzeptanz von RPA zu einem Teil der Unternehmenskultur werden, und zugleich müssen die Kompetenzen und Verfahren aufgebaut werden, die für die Digital Workforce erforderlich sind.

Drei Phasen der RPA-Akzeptanz

  • Kapazitäten aufbauen
  • Industrialisieren – replizieren und einsetzen
  • Institutionalisieren – einzigartige Leistung erbringen

Die Veranstaltung zu Blue Prism ROM® verwies auf den Erfolg renommierter Kunden wie American Express, Cappco, Investo, der Liberty Videocon General Insurance,
MetLife, Nokia, Northern Trust, Mashreq und Shell, die durch das Partner-Ökosystem des Unternehmens unterstützt werden.

Nach Neils Sitzung sprach Ganesh Iyer, CEO India Operations von Symphony Services, einem Gold-Partner von Blue Prism. Symphony Services ist in den Bereichen Consulting, Implementierung und Managed Services tätig.

Ganesh hob hervor, dass Symphony die SAVO-Methode (Simplify. Automate, Virtualize, Orchestrate – Vereinfachen, Automatisieren, Virtualisieren, Orchestrieren) anwendet.

Er sprach über seinen Ansatz für den Aufbau des RPA-CoE mit dem folgenden fünfstufigen Prozess:

  • Verstehen von Umfang und Vision
  • Betriebsmodell
  • Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Gap-Analyse
  • Mobilisierung und Schulungen

Er betonte die wichtigsten Erkenntnisse, die Symphony für die Bereitstellung von RPA gewonnen hat:

  • Auswahl des RPA-Produkts in passender Größe für das Unternehmen
  • Verfolgung eines strukturierten, disziplinierten und dokumentierten Ansatzes
  • Optimierung der Ressourcenbeschaffung (Mischung aus geschäftlichen und technologischen Kenntnissen)
  • Nutzung des richtigen Governance-Modells für diese Veränderung
  • Kleiner Einstieg, Überprüfung und dann Hochskalierung

In einer weiteren Sitzung sprach Richard Hilditch, Chief Robotic Operating Model (ROM) Architect® von Blue Prism, über die Schaffung von RPA-Kapazitäten. Richard betonte, dass Vertrauen den Erfolg fördert und Erfolg das Wachstum fördert.

Nach Richards Sitzung sprach Vijay Shankar, Partner bei Ernst & Young (EY), als externer Redner über EY als Platin-Partner von Blue Prism im Bereich Capability und Gold-Partner im Bereich Service. EY hat bereits 400 intern ausgeführte Software-Roboter bereitgestellt sowie 600 extern bei verschiedenen Kunden ausgeführte. Er betonte, dass Sie sich vor der Bereitstellung und Ausführung von Software-Robotern beim Kunden erst einmal intern Fachkompetenz aneignen sollten, und formulierte dies so: „Geh den Weg, bevor du ihn predigst“.

Drei grundlegende Themen zur Entwicklung eines RPA-Programms

  • Verankerung der Automatisierungskultur in der Organisation
  • Fähigkeit zu hoher Skalierung
  • Technologien

Häufige Fallstricke

  • Technologieorientiert statt geschäftsorientiert
  • RPA ist ein Werkzeug, kein Projekt
  • Fehler bei der Durchführung
  • Umgang mit Veränderungen

Vijay betonte, dass der Aufbau von Bereitstellungskapazitäten einfacher ist als ihre unternehmensweite Einbindung. Die Unternehmen müssen sowohl vor als auch in der Produktion darüber nachdenken, wie sie die Bots verwalten möchten.

Vijay sprach kurz über die sechs Dimensionen des CoE bei EY:

  • Definieren der Struktur und des Betriebsmodells
  • Implementierung/Umsetzung und Betrieb
    1. Nutzung von Software-Robotern
    2. BCP
  • Governance und Berichterstellung
  • Änderungsmanagement und Kommunikation
    1. Das CoE sollte die Akzeptanz der richtigen Unternehmenskultur fördern
  • Technologie und Innovation
  • Unterstützung und Steuerung

Fazit: Orientieren Sie sich am Wert, planen Sie gut und skalieren Sie

Es ist besser, mit einem Geschäftsprozess zu beginnen – einem schnellen Erfolg nach einfacher Implementierung. In dieser Phase müssen Sie nachweisen, dass die RPA funktioniert und echte Erträge bringt. So können CXOs die RPA im Unternehmen verankern, das Vertrauen in sie stärken und die ROM®-Unternehmenskultur aufbauen, um die Bot-Implementierungen hochzuskalieren und Vorteile zu realisieren, indem sie ihre Prozesse ohne Effizienzverluste auf Blue Prism umstellen.

Von Vartul Mittal

Vartul Mittal verfügt über mehr als 11 Jahre an umfassender Erfahrung im Bereich Global Business Transformation in der Unternehmensberatung und in GICs mit der Aufgabe, das Verständnis von Lösungen für Geschäftssabläufe und Technologiestrategien und ihre Bereitstellung weltweit zu fördern. Er hat in verschiedenen Ländern und Kulturen gelebt und zusammen mit Führungskräften von Kunden aus verschiedenen Branchen wie dem Finanzdienstleistungssektor, Gütern des täglichen Bedarfs (FMCG) und dem Einzelhandel gearbeitet. Er hat Projekte für Fortune 500-Unternehmen wie Coca Cola India, die Kotak Mahindra Bank, IBM, die Royal Bank of Scotland, die Standard Life Insurance, die Citibank und Barclays umgesetzt. Vartul Mittal ist außerdem ein gefragter Referent für Robotics Process Automation, KI und Innovationen bei renommierten Universitäten und auf internationalen Konferenzen.

Tags: GRÜNDE FÜR BLUE PRISM

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