The Blue Prism Cafe Logo
Blog | 11.1.2018

Höhere Wertschöpfung und mehr Transparenz: Erkenntnisse der InterContinental Hotels Group (IHG)

Autor Xina Seaton
VP, Customer Experience, Blue Prism
Lesedauer: 5:25
Share
Twitter Twitter Twitter Twitter

Wir eröffneten unser erstes Blue Prism Café 2018 mit einer Diskussion über den Weg der IHG zur Robotic Process Automation (RPA). Für Derk Weinheimer, Vice President of Cost Efficiency and Continuous Improvement der IHG, und Bill Lloyd, Managed Services Leader von Deloitte, ist die Implementierung einer RPA-Lösung „offensichtlich sinnvoll“.

RPA ist für sie der wertschöpfende Faktor, der die allgemeine Effizienz und Effektivität im gesamten Unternehmen verbessern und zusätzliche Investitionskapazitäten erschließen kann.

Nach Evaluierung von drei Plattformen, Blue Prism, UiPath und Automation Anywhere, vor etwas mehr als einem Jahr, entschied sich das IHG-Team für Blue Prism und schaffte es in zwölf Wochen vom Projektstart bis zur Produktion!

„Derk und sein Team entdeckten schnell, dass nicht alle Software-Roboter gleich sind.“

Das Unternehmen entschied sich für Blue Prism, weil Blue Prism andere Angebote durch Funktionen der Enterprise-Klasse wie Sicherheit, Skalierbarkeit, Governance und allgemeine Compliance übertraf.

Das „Vertrauen“ in die Lösung war das primäre Auswahlkriterium. Derk und sein Team suchten nach einer Lösung, der sie „vertrauen konnten, dass sie funktioniert und skalierbar ist“, statt zu „hoffen, dass dies der Fall sein würde“. Die IHG wollte sichergehen, dass ihr RPA-Anbieter seine Lösungen entsprechend ihren geschäftlichen Anforderungen und ihren Zielen skalieren konnte. Sie suchte einen vertrauenswürdigen Dienstleistungspartner, der sie während des gesamten Lebenszyklus unterstütz und ihr zu einem guten Start in die RPA verhelfen konnte.

„Es gibt viel zu tun, um zu identifizieren, was die nächsten Möglichkeiten sind, ihren ROI und Business Case zu verstehen, die notwendige Akzeptanz zu erreichen und dann die taktischen Aspekte der Entwicklung, der Tests und der Bereitstellung bis hin zum laufenden Managed Service für die Automatisierung auszuarbeiten. Daher denke ich, dass das Vertrauen in Ihre externen und/oder internen Servicepartner enorm wichtig ist.“

Bill erwähnte, dass Sie von einem Anbieter auch Erweiterbarkeit wünschen und die Möglichkeit, das zu tun, was Sie heute tun wollen. Zugleich geht es darum, zu erkennen, dass ein Großteil des Fokus auf dem Kern der Automatisierung liegt sowie auf der Auswahl eines Anbieters, der in der Lage ist, zukünftigen Prozessen den Weg zu bereiten, um mehr KI, mehr kognitive Komponenten, OCR und verschiedenen anderen Funktionen einzubringen, die erforderlich sein werden, wenn das Unternehmen wächst und dieses Programm skaliert. Blue Prism und Deloitte boten zusammen Fachkompetenz in allen diesen Bereichen.

Von Entwurf und Test in die Produktion in unter 12 Wochen

Als kurzes Testprojekt und Proof of Concept wählte die IHG einen einfachen Prozess ihrer Finanzorganisation. Das Testprojekt dauerte etwa drei Wochen, in denen die Automatisierung entworfen, eingerichtet und getestet wurde. Es belegte, dass RPA „offensichtlich sinnvoll“ für die Vereinfachung von Prozessen und die Steigerung der Effizienz ist.

Nach einem starken Proof of Concept bewegte sich die IHG schnell in Richtung Produktion. Das Unternehmen gelangte mit Unterstützung von Deloitte in weniger als 12 Wochen von der Softwareauswahl über den Entwurf und die Tests in die Produktion. Parallel zur Entwicklung der Automatisierungen richtete die IHG ein Framework für die längerfristige Governance und Verwaltung ein, um die RPA nach der Einführung erster Automatisierungen breiter skalieren zu können.

Erste RPA-Ergebnisse liegen vor

Die IHG wählte als ihre ersten RPA-Projekte Prozesse, die manuell arbeitsintensiv waren, aber auch stark transaktions- und regelbasiert. Sie ging davon aus, dass dies gute Kandidaten für die Automatisierung waren, mit einem potenziell signifikanten ROI. Die ersten Prozesse, die zur Automatisierung identifiziert wurden, betrafen Hotelanfragen und Reisebüroprovisionen, für die sehr mühsam Tausende von Datenzeilen durchgesehen und mit einer Reihe von Variablen verglichen werden müssen. Diese Prozesse sind jedoch wichtig, weil es dabei um große Geldsummen geht und sie eine wichtige Einnahmequelle darstellen.

Bisher konnte die IHG Folgendes erreichen:

  • Reduzierter Zeit- und Arbeitsaufwand, der es der IHG ermöglicht, Kapazitäten freizugeben und anderweitig für weit stärker wertschöpfende Aktivitäten einzusetzen – wie Kundenkontakte und Folgeaufgaben sowie die Lösung offener Probleme.
    • 77 Prozent Zeitersparnis: Die Einführung der RPA für Reisebüroanfragen hat einen Prozess auf etwa 7 Tage reduziert, für dessen Bearbeitung bisher 20 bis 30 Tage benötigt wurden;
    • 150 Prozent Kapazitätssteigerung: Für einen weiteren automatisierten Prozess reduzierte die IHG den Zeitaufwand von vier Minuten auf etwas mehr als eine Minute und gelangte von etwa 280 Transaktionen pro Tag zu fast 700 Transaktionen pro Tag.
  • Die IHG stellte einen unerwarteten Vorteil fest: Dank der verbesserten Genauigkeit und der zusätzlichen gesammelten Daten verfügt das Unternehmen über neue Informationen, die es dokumentieren und analysieren kann. Auf diese Weise kann es Fehlerursachen effektiver ermitteln und spätere Diskrepanzen reduzieren.
  • Darüber hinaus kann die IHG den Reisebüros detailliertere Informationen über ihre Provisionen sowie über aktuelle Probleme und Trends zur Verfügung stellen. Dies bietet Vorteile für ihre Geschäftspartner und erleichtert Reisebüros die Zusammenarbeit mit der IHG.


Frage-und-Antwort-Runde

Es gab reges Interesse daran, wie und warum IHG einen RPA-Anbieter ausgewählt hatte. Außerdem wurden Fragen zur Skalierbarkeit und Prozessauswahl gestellt.

Geht es um die Anzahl der gesparten Stunden oder Dollar?

Derk und Bill sind sich einig, dass RPA ein hohes ROI-Potenzial bietet und dass das gesamte Unternehmen an einem Strang ziehen muss, um es zu realisieren. RPA ist nichts, womit man ein wenig herumspielen kann. Ein Unternehmen muss einvernehmlich im großen Stil vorgehen, denn nur so erreicht es Skalierbarkeit und wirkliche Wertschöpfung.

„Wenn Sie beginnen, mehr als zehn oder zwanzig Prozesse zu automatisieren, wird die Skalierung durch die Wiederholbarkeit und Zentralisierung der Kapazitäten zu einem echten Faktor. Es geht dann nicht mehr um einige ausgewählte Projekte. Die RPA wird dann nicht mehr isoliert bereitgestellt.“

Derk kommentierte, dass die Entwicklung eines Kompetenzzentrums der beste Ansatz für eine hohe Skalierung ist. Der Grund ist, dass ein CoE für die richtige Governance und Kontrolle sorgt, um das Vertrauen zu schaffen, dass Geschäftspartner sich auf die richtigen Bereiche und Prioritäten konzentrieren. Es bietet auch den umfassenden Support und die internen oder externen Kapazitäten, die für den Erfolg der RPA-Bemühungen notwendig sind.

Eine der letzten Fragen betraf das Thema Änderungsmanagement und wie ein Unternehmen dafür sorgen kann, dass alle dahinterstehen, mit der RPA eine echte digitale Transformation umzusetzen. Derk benannte, auf was die Mitarbeiter zu Beginn solcher Programme empfindlich reagieren. Er betonte, dass die Menschen die Technologie völlig akzeptieren, sobald sie verstanden haben, dass sie ihnen wirklich Zeit für höherwertige und interessantere Arbeiten gewinnt.

Die IHG betrachtet die RPA als eine langfristige Initiative.

„Es ist eine neue Arbeitsweise, die wir etablieren. Es ist ein wertschöpfender Faktor, ein neues Werkzeug im Werkzeugkasten. Wir sehen die RPA jetzt als einen festen Bestandteil unserer Belegschaft.“

Klicken Sie hier, um die Aufzeichnung mit den Antworten auf viele weitere Fragen zu sehen.

Tags: GRÜNDE FÜR BLUE PRISM

Alle Beiträge
schließen