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Blog | 08.02.2022

Die Zukunft der Arbeit: Mitarbeiterorientierte Automatisierung und Mitarbeitererlebnis

Die Zukunft der Arbeit: Mitarbeiterorientierte Automatisierung und Mitarbeitererlebnis
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Digitale Transformation: Die Gegenwart und Zukunft der Arbeit

Die Arbeitswelt verändert sich schneller als je zuvor. Die Einführung neuer Technologien, die das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen, hat sich durch die Corona-Pandemie stark beschleunigt. Dieser Umstand vereinfacht weltweite Operationen für Unternehmen und eröffnet einen zunehmend internationalen Talent-Pool.

Die digitale Transformation vollzieht sich in allen Branchen und betrifft Mitarbeiter in nahezu jedem Unternehmen. Sie wird die Art und Weise grundlegend verändern, wie wir arbeiten, kooperieren und neue Fähigkeiten erlernen, um auch in Zukunft relevant zu bleiben. Ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation ist die Einführung der Automatisierung. Digitale Roboter sind gegenüber biologischen Faktoren wie COVID-19 immun und daher besonders attraktiv für Unternehmen, die angesichts weiterer Pandemien einen kontinuierlichen Geschäftsbetrieb gewährleisten wollen.

Automatisierung und digitale Transformation versetzen Unternehmen dazu in die Lage, einen Großteil der von Mitarbeitern durchgeführten Routineaufgaben an Digital Worker zu übertragen, ohne diezugrunde liegende Systeme von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Gleichzeitig benötigen Unternehmen dank der Vorteile der Digitalisierung nicht länger einen Mitarbeiter als „Vermittler“ zwischen den Systemen und den Kunden des Unternehmens. Im Prinzip ermöglicht diese Veränderung Mitarbeitern, sich auf die Geschäftsbereiche zu konzentrieren, für die sie sich am meisten interessieren. Dies kann die Bearbeitung höherwertiger Aufgaben sein, die soziale Interaktionen und emotionale Intelligenz erfordern, die Erforschung neuer Lösungsansätze für das Unternehmen oder die Schaffung besserer Kundenlösungen.

Schon heute profitieren zahlreiche Mitarbeiter davon, dank Automatisierung immer weniger Zeit mit Routineaufgaben verbringen zu müssen. Die neue Technologie kann aber noch sehr viel mehr. Während viele führende Unternehmen vergleichsweise mechanische Aufgaben (wie die Dateneingabe oder Übertragung von Daten von einem System ins andere) bereits automatisiert haben, kommt die intelligente Automatisierung zunehmend auch für kompliziertere Anwendungen (z. B. Datenanalyse und Entscheidungsfindung) zum Einsatz. Diese Veränderung birgt jedoch neue Herausforderungen für die Mitarbeiter, mit denen wir uns befassen müssen, damit alle Beteiligten von künftigen Arbeitsmodellen profitieren. Dazu gehört, dass wir das Vertrauen unter den Mitarbeitern durch effektive Dialoge stärken und ihnen ausreichend Gelegenheiten zur Weiterbildung bieten.

Mitarbeiterorientierte Automatisierung: Die Zukunft der Arbeit?

Mitarbeiterorientierte Automatisierung ist die Zukunft der Arbeit. Dabei handelt es sich nicht um etwas, das uns erst in der Zukunft erwartet, sondern um eine Entwicklung, die bereits mit der ersten industriellen Revolution in Gang gesetzt wurde. Angesichts der Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen sowie der zunehmenden Vernetzung von Systemen und Daten hat der Begriff jedoch eine neue Bedeutung bekommen. Während sich die mitarbeiterorientierte Automatisierung der ersten Generation darauf konzentrierte, körperliche Arbeit durch Automatisierung zu ersetzen, betrifft die Automatisierung der zweiten Generation Routineaufgaben, die wir am Computer erledigen. Die dritte Welle (manchmal als intelligente Automatisierung bezeichnet) bringt dagegen viele neue Themen und Funktionalitäten mit sich.

Die Vernetzung von Systemen, Sensoren und Menschen, das scheinbar zunehmende Tempo, in dem „alte“ Branchen und Arbeitsmethoden ersetzt werden, sowie die zahlreichen Sektoren und Unternehmen, die von tiefgreifenden Umwälzungen betroffen sind, tragen zu einem Wandel bei, den es in dieser Geschwindigkeit noch nie in der Menschheitsgeschichte gegeben hat.

Wir konnten bereits beobachten, dass sich Geringverdiener weltweit durch die fortschreitende Automatisierung unter Druck gesetzt fühlen. Inzwischen werden sogar höherqualifizierte Aufgaben – einschließlich solcher, die Fähigkeiten wie Kreativität und Entscheidungsfindung erfordern und deshalb bisher Menschen vorbehalten waren – zunehmend automatisiert oder teilautomatisiert. Dies hat spürbare Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, insbesondere auf die Arbeitswelt.

Das wichtigste Ziel der mitarbeiterorientierten Automatisierung besteht darin, Menschen die bestmöglichen Tools für ihre Arbeit an die Hand zu geben, um ihnen das Leben zu erleichtern. Als Befürworter der Automatisierung ist es daher unsere Pflicht, uns nicht auf die Abschaffung von Arbeitsplätzen bzw. das Ersetzen menschlicher Mitarbeiter zu konzentrieren, sondern bestehenden Mitarbeiter dabei zu helfen, ihre Aufgaben besser und effizienter zu erledigen.

Grundlagen der Gestaltung einer mitarbeiterorientierten Automatisierung in der modernen Arbeitswelt

Der aktuelle Stand der mitarbeiterorientierten Automatisierung in der modernen Arbeitswelt verändert nicht unsere Arbeitsweisen, sondern auch unsere Einstellung zur Arbeit.

Angesichts technologischer Fortschritte müssen wir unsere Vorstellung davon, was es bedeutet, Arbeitnehmer zu sein, überdenken. Die traditionellen Arbeitszeiten von 9 bis 17 Uhr wurden in den letzten Jahren zunehmend aufgeweicht. Einige Unternehmen haben sogar die Vier-Tage-Woche eingeführt. Dieser Übergang hin zu flexiblen Arbeitszeiten wurde durch die Einführung digitaler Arbeitsplätze ermöglicht.

Bei der Gestaltung eines digitalen Arbeitsplatzes mit mitarbeiterorientierter Automatisierung müssen wir sämtliche Aspekte berücksichtigen, wie Mitarbeiter mit Unternehmenstechnologien, Kollegen und Kunden interagieren. Wie ein Arbeitsplatz gestaltet ist, ist entscheidend für die Mitarbeiterproduktivität und kann diese fördern oder behindern. Ohne klare Grundlagen für die künftige Gestaltung besteht zudem die Gefahr, sich ausschließlich auf die Betriebskosten zu konzentrieren, ohne das Mitarbeitererlebnis angemessen zu berücksichtigen.

Es gibt drei grundlegende Prinzipien für die Entwicklung einer effektiven mitarbeiterorientierten Automatisierung:

  • Automatisierung zum Vorteil der Menschen: Konzentrieren Sie sich auf die Vorteile für Mitarbeiter und Kunden, nicht nur auf die Reduzierung der Betriebskosten. Ihre Mitarbeiter sind Ihr wertvollstes Kapital. Sie verfügen über umfassendes Fachwissen und sind zu kreativen Lösungen fähig. Binden Sie Ihre Mitarbeiter in die Entwicklung neuer Automatisierungen ein, damit diese von den daraus entstehenden Prozessen profitieren.
  • Bringen Sie Ihre Mitarbeiter und Digital Worker zusammen: Konzentrieren Sie sich darauf, wie Mitarbeiter und Digital Worker zusammenarbeiten können. Digital Worker und Mitarbeiter können sich als Team gegenseitig ergänzen. Digital Worker können zur Beschleunigung von Routineaufgaben beitragen, während Ihre Mitarbeiter sich darauf konzentrieren können, die Qualität zu verbessern, komplexe Aufgaben zu erledigen und Kundenbeziehungen zu stärken. 
  • Integrieren Sie die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter in die Transformation: Kommunizieren Sie, welche neuen Fähigkeiten nötig sind und wie sich Mitarbeiter diese aneignen können. Für eine erfolgreiche Transformation müssen Unternehmen alle relevanten Mitarbeiter darüber informieren, über welche Skills sie bereits verfügen, was sie dazu lernen müssen und wie sich vorhandene Wissenslücken schließen lassen. In einer Zukunft, in der die Automatisierung noch mehr Aufgaben übernehmen wird, würden alle Mitarbeiter von einer Erweiterung ihrer Fähigkeiten in puncto Empathie, Umgang mit Komplexität in verschiedenen Wissensbereichen, Improvisation und Entscheidungsfindung in mehrdeutigen Situationen profitieren. Stellen Sie sicher, dass die Fort- und Weiterbildung ein integraler Bestandteil Ihrer Transformationsmaßnahmen ist.

Wie Arbeitgeber Risiken der mitarbeiterorientierten Automatisierung reduzieren können

„Die Maschinen nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg!“ Es ist verständlich, wenn sich Arbeitnehmer wegen der Folgen der Automatisierung um ihre Zukunft sorgen. Was werden wir tun, wenn die Maschinen Arbeitsaufgaben übernommen haben? Das Risiko, dass Arbeitnehmer demotiviert, besorgt, unruhig oder gar verängstigt sind, ist real. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Automatisierung bereits zahlreiche Branchen – wie Fertigung, Handel oder das Finanz- und Gesundheitswesen – transformiert hat. Die Herausforderung besteht darin, die Belegschaft gut auf die Veränderungen vorzubereiten.

Arbeitgeber können diese Risiken reduzieren, indem sie Mitarbeiter umfassend über künftige Änderungen informieren, in Fort- und Weiterbildung investieren, das Vertrauen in die Automatisierung fördern, Richtung und Folgen der Automatisierung transparent darlegen und sicherstellen, dass Mitarbeiter an der Entwicklung und Überarbeitung von Prozessen beteiligt sind. Außerdem ist es wichtig, darüber aufzuklären, wie und warum die Digital Worker zum Einsatz kommen sollen, um das Mitarbeitererlebnis zu verbessern.

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