Chapter 3 Banner

Kapitel 3

Hindernisse auf dem Weg zur intelligenten Automatisierung überwinden

Die Umsetzung eines Programms zur intelligenten Automatisierung (IA) erfordert Einsatz und ist mit einigem Aufwand verbunden. Glücklicherweise zahlt sich die Investition von Zeit und Aufwand um ein Vielfaches aus. Die Vorteile der IA reichen von Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen bis hin zu einer höheren Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.


Overcoming Barriers Image

Damit Sie schnellstmöglich von diesen Vorteilen profitieren, gehen wir jetzt auf die häufigsten Herausforderungen bei der intelligenten Automatisierung ein und stellen sofort umsetzbare Lösungen vor.

Lernen Sie aus den Erfahrungen anderer Unternehmen, bei denen alle Abteilungen das Programm zur intelligenten Automatisierung engagiert unterstützt haben. Dann wird Ihr Einstieg in die IA zum Kinderspiel.

Was also sind die größten Hindernisse bei der Umsetzung eines Programms zur intelligenten Automatisierung?

Die Tatsache, dass die Technologie selbst nur selten ein Problem darstellt, mag Sie vielleicht überraschen. Fakt ist jedoch, dass der größte Widerstand oft von den Mitarbeitern ausgeht.

Häufig wird die Befürchtung geäußert, die intelligente Automatisierung könne Arbeitsplätze vernichten oder die Technologie werde die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Des Weiteren bestehen Bedenken hinsichtlich der erforderlichen Ressourcen sowie eine allgemeine Angst vor dem Unbekannten.

Die Integration in die Unternehmenskultur ist ein zentraler Bestandteil der meisten IA-Lösungen. Daher wollen wir uns als Nächstes konkrete Taktiken ansehen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Hindernis Nr. 1: Eine neue Initiative zur intelligenten Automatisierung ruft unter den Mitarbeitern Ängste hervor

Nicht alle Mitarbeiter werden von Anfang an mit an Bord sein – unabhängig davon, ob sie sich mit intelligenter Automatisierung auskennen oder diese für sie Neuland ist. Neulinge, die sich noch immer fragen, worin der wesentliche Zweck der intelligenten Prozessautomatisierung besteht, erreicht man am besten durch Aufklärung.

Von Aufklärungsprogrammen und internen Aufklärungsvideos bis hin zu Informationsveranstaltungen und speziellen RPA-Tagen, die für das Erlernen der Technologie reserviert sind: Je mehr Gelegenheiten Ihre Mitarbeiter erhalten, um über die geschäftlichen Vorteile zu sprechen und Fragen zu stellen, desto eher wird die neue Technologie akzeptiert werden.

Veranstaltungen wie diese sind auch für technikaffine Mitarbeiter hilfreich. Gelegenheiten zum Brainstorming und Workshop-Lösungen zur Steigerung der Effizienz sorgen für zunehmende Begeisterung und wirken der Skepsis von IT-Führungskräften entgegen, die paradoxerweise häufig die größten Bedenkenträger sind.

Wie also können Sie Ihr IT-Team dazu bringen, die Einführung von intelligenter Automatisierung zu unterstützen?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie ihrem Mitarbeitern zuhören. Wie bei allen größeren Veränderungen ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass Ihre Mitarbeiter sich ernst genommen fühlen. Das können Sie erreichen, indem Sie die Meinungen ihrer Mitarbeiter würdigen und ihre Bedenken anerkennen.

Stellen Sie als Nächstes einen Beispielprozess vor, um zu zeigen, wie gut die Automatisierung funktioniert und wie groß ihr Potenzial ist. Auch die größten Pessimisten werden daraufhin die Vorteile der Digital Worker erkennen die Arbeitsprozesse, für das menschliche Mitarbeiter zwei bis drei Jahre benötigen, innerhalb weniger Monate bewerkstelligen.

Statistiken und Daten helfen, Bedenken des IT-Teams zu verringern. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie Ihre Argumentation auf die Unternehmensvision stützen. Wenn der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit liegt, dann teilen Sie Umfrageergebnisse, die positives Feedback sowie eine höhere Kundenzufriedenheit belegen.

Gehr es Ihnen darum, wettbewerbsfähig zu bleiben? Präsentieren Sie „Vorher“- und „Nachher“-Zahlen für die durchschnittliche Markteinführungszeit neuer Produkte. Haben Sie Skalierungspläne? Vergleichen Sie die Kosten für ein Team mit denjenigen eines Digital Workers, dessen Prozess wiederverwendbar ist.

Anwendungsbeispiele für Blue Prism

Hindernis Nr. 2: Mitarbeiter haben das Gefühl, die intelligente Automatisierung werde ihnen aufgezwungen, oder können keine Begeisterung aufbringen

Es ist wichtig, dass sich Ihre Mitarbeiter in das Vorhaben einbezogen und nicht außen vor fühlen. Die Lösung beginnt hier auf der Führungsebene. Die Beteiligung von Führungskräften steht in direkter Beziehung zur erfolgreichen Einführung der intelligengen Automatisierung.

Es gibt mehr als genug Gelegenheiten, um Begeisterung bei Ihren Mitarbeitern zu entfachen. Veranstalten Sie einen Namensgebungswettbewerb für Ihre neuen Digital Worker und werden Sie kreativ. Entwerfen Sie einen individuellen Look für jeden Worker.

Heben Sie die Persönlichkeiten der Digital Worker hervor, indem Sie sie in sozialen Medien posten lassen. Feiern Sie ihre Geburtstage, Arbeitsjubiläen und andere wichtige Arbeitserfolge.

Nachdem Ihre Mitarbeiter Bekanntschaft mit ihren digitalen Teamkollegen geschlossen haben, laden Sie sie dazu ein, weitere Möglichkeiten zur Verbesserung von Routineaufgaben zu finden. Die Zahl der Anwendungsbeispiele der IA kennt keine Grenzen. Je innovativer Ihre Mitarbeiter sind, desto besser.

Außerdem könnten Sie gemeinsam mit Ihren Teammitgliedern überlegen, wie die nun gewonnene Arbeitszeit am besten nutzen können.

Hindernis Nr. 3: Die Technologie wird enttäuschen bzw. hinter den Erwartungen zurückbleiben

Zweifel und Enttäuschung sind mögliche weitere Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Prävention ist hier am besten geeignet. Zu diesem Zweck sollten Sie die Effektivität der intelligenten Automatisierung demonstrieren und von Anfang an klare Erwartungen an die Technologie formulieren.

Besprechen Sie nicht nur den zu Beginn den zu erwartenden ROI, sondern formulieren sie die Erwartungen an die Skalierung der IA. Es ist wichtig über einen klaren Plan bzw. eine bewährte Implementierungsmethode verfügen.

Oft ist es nicht so wichtig, dass alle Mitarbeiter den gesamten Plan kennen. Allein zu wissen, dass es ihn gibt, genügt womöglich aus, um Bedenken zu entkräften.

Außerdem lässt sich Enttäuschung verhindern, indem Sie die richtigen Prozesse für die Automatisierung auswählen. Nicht jeder Prozess ist ein idealer Kandidat für die Automatisierung. Daher ist es wichtig, eine entsprechende Prozessanalyse in Ihre Planung zu integrieren.

Das sind unsere Tipps:

  • Automatisieren Sie Prozesse, die bereits reibungslos funktionieren. Die Automatisierung eines fehlerhaften Prozesses kann die Fehler nicht beheben.
  • Bringen Sie Entscheidungen zur Automatisierung mit Geschäftszielen in Einklang.
  • Kommunizieren Sie einen Zeitplan für die Bewertung und Verbesserung von Prozessen

Den größten Nutzen werden Sie langfristig erzielen. Treffen Sie daher in den ersten ein bis zwei Jahren keine weitreichenden Entscheidungen bzw. nehmen Sie in dieser Zeit keine wesentlichen Veränderungen vor.

Hindernis Nr. 4: Roboter nehmen menschlichen Mitarbeitern die Arbeitsplätze weg

In den Augen vieler Arbeitnehmer stellt ein Programm zur intelligenten Automatisierung eine Gefahr für ihren Arbeitsplatz dar. Doch ist an dem Vorurteil, die intelligente Automatisierung ziele darauf ab, menschliche Mitarbeiter überflüssig zu machen, auch tatsächlich etwas dran? Kurz gesagt: Nein, das ist nicht der Fall.

Ganz im Gegenteil. Durch die IA entstehen häfig interessante neue Aufgabenbereiche. Was können Sie also tun, um Sorgen bezüglich der Auswirkungen von intelligenter Automatisierung auf bestehende Arbeitsplätze auszuräumen?

Einfach ausgedrückt: Besetzen Sie Stellen intern. Diese Vorgehensweise hat sich für zahlreiche Unternehmen als großer Erfolg erwiesen. Erkundigen Sie sich zunächst, wer Interesse hat. Mitarbeiter, die etwas Neues lernen wollen, über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen oder strategisches Denken an den Tag legen, können ein großer Gewinn für Ihr Intelligence-Team sein.

Berufserfahrung in einem technischen Bereich ist von Vorteil, aber nicht erforderlich. Schließlich gibt es mehr als genug Beispiele für Mitarbeiter mit unterschiedlichsten beruflichen Werdegängen, die durch eine Umschulung zu Produktexperten oder Citizen Developern mit entsprechender Zertifizierung geworden sind.

Zudem wirken interne Stellenbesetzungen und Schulungen Bedenken hinsichtlich der Ressourcenintensität eines Programms zur intelligenten Automatisierung entgegen.

Hindernis Nr. 5: Die Motivation der Mitarbeiter ist gering oder nimmt ab

Wenn Sie alles Genannte umgesetzt haben und danach immer noch Probleme bei der Integration der intelligenten Automatisierung in Ihre Unternehmenskultur haben, helfen vielleicht die folgenden Tipps:

  • Knüpfen Sie jedes Argument für die intelligente Automatisierung an Ihre Unternehmensvision.
  • Berücksichtigen Sie die Zielgruppe, wenn Sie sich für Ihre Initiative zur intelligenten Automatisierung einsetzen. Wenn Sie den Vorteil von weniger Überstunden herausstellen, wird die Führungsebene quantitative Daten zu möglichen Kosteneinsparungen sehen wollen. In anderen Unternehmensabteilungen üben Verbesserungen der Lebensqualität wahrscheinlich einen größeren Reiz aus, beispielsweise ein früherer Feierabend, um mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu können. Zum Glück für alle Beteiligten macht es Digital Workern nicht das Geringste aus, spät abends, am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten.
  • Die Präsentation von Erfolgsgeschichten ist ein effektives Hilfsmittel. Je stärker diese Emotionen ansprechen, desto größer der positive Effekt. Von schnelleren Reaktionen während der Corona-Pandemie bis hin zu Ärzten, die mehr Zeit für ihre Patienten haben: Für jeden gibt es eine passende Geschichte.

Zusammenfassung

Auf dem Weg zur intelligenten Automatisierung kann es Hindernissen geben. Doch das muss kein Problem sein. Denn unsere Tipps zur IA helfen Ihnen dabei, diese Hindernisse zu überwinden oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • Ängste: Bieten Sie Aufklärung und datenbasierte Statistiken zur IA.
  • Gefühl der Mitarbeiter, außen vor zu sein: Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an in die Planung zur Einführung der Prozessautomatisierung mit ein und halten Sie sie stets auf dem Laufenden.
  • Wecken von Begeisterung: Wenden Sie zusammen mit Ihrem Mitarbeitern kreative Methoden an, um Ihre Digital Workforce zu „vermenschlichen“.
  • Enttäuschung: Formulieren Sie realistische Ziele und Erwartungen an die IA und haben Sie einen klaren Plan.
  • Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes: Besetzen Sie Stellen intern.
  • Geringe Motivation der Mitarbeiter: Teilen Sie Erfolgsgeschichten aus dem Geschäfts- und Privatleben, um Mitabeiter auf emotionaler Ebene zu erreichen.

Sie brauchen Unterstützung, um Hindernisse bei der Einführung der intelligenten Automatisierung zu meistern?

Sprechen Sie mit unseren Experten.