News | 22.05.2019

Studie zeigt: Mitarbeiter haben keine Angst vor Automatisierung

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Rund 5.000 Wissensarbeiter und Entscheidungsträger wurden befragt, wie Robotic Process Automation (RPA) den Geschäftsbetrieb und das Arbeitsleben verändert.

München, 22. Mai 2019 - Eine weltweite Studie zu Automatisierung, bei der rund 5.000 Entscheidungsträger und Wissensarbeiter befragt wurden, zeigt, dass die Mehrheit der Wissensarbeiter in Deutschland (81 Prozent) dazu bereit ist, sich für die Zusammenarbeit mit den „digitalen Arbeitskräften“, auch bezeichnet als Software-Roboter oder „Digital Workforce“, weiterzubilden. Weitere 74 Prozent der Wissensarbeiter gaben an, dass sie bereit wären, neue berufliche Aufgaben zu übernehmen, so die Studie, Automate or Stagnate: The Impact of Intelligent Automation on the Future of Work” von Blue Prism (AIM: PRSM).

Dies steht im starken Widerspruch zu der weit verbreiteten Annahme von Markt- und Geschäftsentscheidern (71 Prozent), dass Mitarbeiter Angst hätten, ihren Arbeitsplatz durch Automatisierung zu verlieren. Tatsächlich befürchtet nur knapp die Hälfte (49 Prozent) der Wissensarbeiter, einen Arbeitsplatzverlust durch RPA. Grund dafür scheint der positive Effekt zu sein, den Robotic Process Automation auf ihre Arbeitsumgebung hat. Eines ist Fakt: Die Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung sind auf allen Unternehmensebenen spürbar – von der Chefetage bis in die Produktionsstätten.

Die Mehrheit der Geschäftsentscheider sieht in RPA (84 Prozent) und Intelligent Automation (83 Prozent) Lösungen für das globale Produktivitätsproblem. Und für 94 Prozent der Entscheider aus der Wirtschaft sind RPA als auch Intelligent Automation (92 Prozent) von entscheidender Bedeutung, die digitale Transformation voranzutreiben. Ein Hinweis auf die zunehmende Verbreitung der RPA-Technologie in Unternehmen ist die Aussage von 73 Prozent der Wissensarbeiter, dass bei ihnen einige Aufgaben in den letzten zwölf Monaten automatisiert wurden.

Da 24 Prozent zudem der Ansicht sind, dass ihr Arbeitgeber in den nächsten fünf Jahren mit einer Belegschaft, die nur auf menschliche Arbeitskräfte setzt, nicht wettbewerbsfähig bleiben kann, ist dies eine positive Entwicklung. Die Sicherstellung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit könnte neben den Faktoren Zeitersparnis, Kostenersparnis und verbesserter Genauigkeit durch Automatisierung einer der Gründe dafür sein, dass 91 Prozent der Geschäftsentscheider planen den Einsatz von Automatisierung in ihrem gesamten Unternehmen ausweiten.

„Automatisierung und künstliche Intelligenz sorgen weltweit für neue wirtschaftliche Impulse“, so Chris Bradshaw, Chief Marketing Officer bei Blue Prism. „Es handelt sich um eine disruptive Technologie im positivsten Sinne. Sie ändert die Art und Weise, wie sich Organisationen selbst sehen, wie sie arbeiten und wie ihre Belegschaft lebt und arbeitet. Am Anfang dieser neuen Ära von Connected-RPA wird die Technologie es digital versierten Mitarbeitern ermöglichen, Innovationen zu entwickeln und umzusetzen. Es ist die erste technologische Revolution, die den Menschen in den Mittelpunkt der kreativen Wertschöpfungskette stellt. Das macht das exponentielle Potenzial dieser Technologie aus. Wir werden zeigen, wie Unternehmen ihren Wirtschaftsoutput mit KI und RPA im Zentrum dieses Wandels, transformieren können.“


Den Wandel einfach gestalten

Trotz der bereits erreichten Fortschritte müssen Unternehmen sich auch mit den kulturellen Aspekten der Technologie auseinandersetzen, um ihr ungenutztes Potenzial auszuschöpfen. 68 Prozent der Wissensarbeiter sind sich einig, dass sich die Kultur in ihren Unternehmen verändern muss, damit RPA zunehmend integriert werden kann. Das liegt daran, dass mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) Kollegen kennen, die Bedenken in Bezug auf die Einführung der Technologie haben. 57 Prozent der Befragten sind selbst unsicher hinsichtlich ihrer Fähigkeit, sich an die Arbeit mit den „digitalen Arbeitskräften“ anzupassen. Dem Großteil der Führungsebenen (82 Prozent) ist bekannt, dass es nötig ist, Vertrauen bei den Mitarbeitern für die „Digital Workforce“ aufzubauen. Doch 69 Prozent der befragten Fachkräfte meinen auch, dass ihre Arbeitgeber mehr tun müssten, um dieses Vertrauen zu schaffen. Die beste Maßnahme dafür sehen 78 Prozent der Entscheidungsträger und 77 Prozent der Wissensarbeiter in der Verbesserung der internen Kommunikation. An zweiter Stelle stehen intensive Schulungen.

73 Prozent der Entscheider gaben an, dass sie sich aktiv mit dem Thema Kulturwandel und der Integration der „digitalen Arbeitskräfte“ in die täglichen Arbeitsprozesse befassen. Ebenso ermutigen sie ihre Mitarbeiter, sich mit RPA auseinanderzusetzen. Fast vier von fünf Wissensarbeitern (81 Prozent) sind überzeugt, dass es nötig sein wird, sich neue Fähigkeiten anzueignen, um auch in Zukunft erwerbsfähig zu bleiben. Das wiederum kann den kulturellen Veränderungs- und Anpassungsprozess durch Automatisierung und RPA erleichtern. Das zeigt sich darin, dass 71 Prozent der Unternehmensentscheider zustimmen, dass neu eingestellte Mitarbeiter besser auf die Arbeit mit der „Digital Workforce“ vorbereitet sind. Auch sehen sie den Einsatz dieser Technologien als einen wichtigen Faktor für die Gewinnung und Bindung der besten Fachkräfte.


Mehr Vor- als Nachteile

92 Prozent der Geschäftsentscheider und 80 Prozent der Wissensarbeiter sind der Ansicht, dass die Vorteile von Robotic Process Automation inzwischen bekannt sind. 69 Prozent der Geschäftsentscheider sind sich einig, dass ihr Unternehmen durch die Automatisierung positiv beeinflusst wurde; 70 Prozent der Wissensarbeiter sehen es ebenso.

„RPA anzunehmen und Mitarbeiter von alltäglichen, repetitiven Aufgaben zu befreien, war ein Teil der Mission `Bank der Zukunft‘. Wir haben Mitarbeiter von Routinearbeiten befreit und ermöglichen ihnen, sich sinnvolleren Aufgaben zuzuwenden, während wir den nächsten Schritt unserer Strategie vorantreiben“, sagt Gerald Pullen, Head of Continuous Improvement & RPA der Lloyds Banking Group.

„Die Studie zeigt, dass die Geschäftswelt in technologischer und personeller Hinsicht einen Wandel durchläuft. Aber es ist eine positive Veränderung“, so Bradshaw. „Es liegt an der globalen Unternehmenswelt dies zu erkennen und Mitarbeiter mit den Instrumenten auszustatten, die sie sich am meisten wünschen, um ihre Kreativität und Innovationskraft zu entfalten.“

Erfahren Sie mehr darüber, wie Connected-RPA und Intelligent Automation die Art verändert, wie Unternehmen arbeiten, im Wettbewerb bestehen und Innovationen vorantreiben: Besuchen Sie die nächste Blue Prism World. Es handelt sich dabei um das weltweit größte RPA-Forum, das eine hervorragende Plattform für Networking bietet.

Die vollständige Studie finden Sie hier: Download

Über die Studie

Die Studie wurde von dem unabhängigen Forschungsunternehmen Sapio mit Sitz in Großbritannien im Auftrag von Blue Prism durchgeführt. Blue Prism befragte 1.442 Unternehmensentscheider (mit letzter Entscheidungsgewalt über die Budgetausgaben von Technologieimplementierungen) in den folgenden Ländern: Großbritannien (209), USA (400), Japan (225), Australien (205), Frankreich (200) und Deutschland (203). Befragt wurden auch 3.521 Wissensarbeiter (Arbeitnehmer, deren wichtigstes Kapital ihr Wissen ist und die im Rahmen ihrer täglichen Arbeit Zugang zu Technologie haben) in den folgenden Ländern: Großbritannien (500), USA (1013), Japan (503), Australien (504), Frankreich (500) und Deutschland (501). Alle Befragten arbeiteten in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, mit höheren Mindestmitarbeiterzahlen und Teilnehmertypen in einigen Ländern. Darüber hinaus arbeiteten die Befragten in Unternehmen, in denen die Automatisierung bereits eingeführt wurde.

Alle Interviews wurden im Dezember 2018 online durchgeführt.

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